Studienarten psychologie

Studien im Überblick | Gelbe Liste

Patienten und Ärzte benötigen für ihre Entscheidungen möglichst zuverlässige Antworten auf eine Reihe von Fragen. Je nach Erkrankung und persönlicher Situation sind vielleicht folgende Informationen gefragt: Was ist die Ursache der Krankheit? Wie verläuft die Krankheit, wenn ich nichts tue? Was ändert sich durch eine Behandlung? Wie viele andere Menschen haben diese Krankheit?

Wie kommen andere Menschen damit zurecht? Tatsächlich gibt es für jede dieser Fragen eine Studienart, die am besten geeignet ist, sie zu beantworten. Um verlässliche Ergebnisse liefern zu können, muss eine Studie vor ihrem Beginn sorgfältig geplant werden. Dabei ist es besonders wichtig, die Studienart auszuwählen, die zur Forschungsfrage passt.

Nur so lassen sich ihre Ergebnisse später nachvollziehen und von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern überprüfen. Bei der Planung einer solchen Studie wird zunächst eine Forschungsfrage festgelegt. Damit Aussagen über den Erfolg der Behandlung möglich sind, wird zudem geklärt, über welchen Zeitraum die Studie laufen muss, wie viele Teilnehmende benötigt werden und wie die Wirkung der Behandlung gemessen werden soll.

Ein Medikament gegen Beschwerden in den Wechseljahren muss zum Beispiel an einer anderen Gruppe von Menschen getestet werden als ein Mittel gegen Grippe. Bei einem Mittel gegen Schnupfen kann die Studiendauer viel kürzer sein als bei einem Medikament zur Vorbeugung von Schlaganfällen. In einer randomisierten kontrollierten Studie werden die Teilnehmenden per Zufall unterschiedlichen Gruppen zugeordnet.

Dann erhält beispielsweise die eine Gruppe das neue Medikament A, die andere Gruppe das bewährte Medikament B oder ein Scheinmedikament Placebo. Die zufällige Zuordnung zu den Gruppen ist notwendig, damit nur die Wirkung der Medikamente miteinander verglichen wird und keine anderen Faktoren das Ergebnis beeinflussen.

Das würde das Ergebnis verzerren. Durch die zufällige Zuteilung kann man ziemlich sicher sein, dass unterschiedliche Behandlungsergebnisse in den Gruppen tatsächlich auf die untersuchte Therapie zurückzuführen sind und nicht auf irgendeine andere Ursache. RCT können zum Beispiel folgende Fragen untersuchen: Eignet sich das neue Medikament A besser zur Behandlung von Krankheit X als die bisherige Standardtherapie?

In einer Kohortenstudie werden zwei oder mehrere Gruppen beobachtet, die verschiedenen Einflüssen ausgesetzt sind: Beispielsweise raucht die eine Gruppe, die andere nicht. Oder eine Gruppe ist beruflich einem Schadstoff ausgesetzt und die Vergleichsgruppe nicht. Ergebnisse oberhalb dieses Schwellenwerts erlauben die Beurteilung als mindestens gleichwertig.

Ein Nichtunterlegenheitsdesign kann sinnvoll sein, wenn zwei Therapien vergleichbare oder nur vernachlässigbar geringe Unterschiede hinsichtlich der Wirksamkeit erwarten lassen, die Prüfmethode jedoch ein günstigeres Nebenwirkungsprofil aufweist, leichter anzuwenden ist oder geringere Kosten verursacht. Parallelgruppen-Studie In einer Parallelgruppen-Studie werden zwei oder mehr Gruppen von Personen miteinander verglichen.

Die Zuordnung zur Kontroll- und Prüfgruppe erfolgt randomisiert. Das Parallelgruppen-Design ist typisch für kontrollierte Interventionsstudien. Phase-I-Studie In der klinischen Phase-I-Studie werden Wirkstoffkandidaten erstmalig am Menschen getestet. Der klinischen Phase I gehen in der Regel Laboruntersuchungen und Tiermodellversuche voraus.

Jetzt soll gezeigt werden, ob sich die aus den Tiermodellen abgeleiteten Thesen hinsichtlich der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik bestätigen. Geprüft werden die Resorption, Verteilung, Metabolisierung und Elimination des Wirkstoffkandidaten sowie dessen Verträglichkeit. Aus diesen Daten leiten sich die Darreichungsformen des späteren Arzneimittels ab. Phase-II-Studie In Phase II therapeutische Exploration wird der zu prüfende Wirkstoffkandidat an einer limitierten Anzahl von Patienten mit einer Indikation, bei der eine Wirksamkeit zu erwarten ist, getestet.

In diesem Rahmen evaluieren die Prüfer die Wirksamkeit, das Nebenwirkungsrisiko sowie die klinische Toxizität und legen das therapeutische Dosierungsfenster fest. Klinische Phase-II-Studien können weiter in Phase IIa und Phase IIb unterteilt werden. Phase-IIa-Studien sind klinische Pilotstudien, die primär die Arzneimittelsicherheit untersuchen und das Therapiekonzept prüfen.

Phase-IIb-Studien sind vor allem auf die Wirksamkeit und Findung des optimalen Dosierungsrahmens ausgerichtet. Dies erlaubt präzise Auskünfte über die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit des zu prüfenden Wirkstoffs an unterschiedlichen Patienten. Mitunter werden Phase-III-Studien in Phase IIIa und Phase IIIb unterteilt: Phase-IIIa-Studien werden durchgeführt, nachdem die Wirksamkeit des Arzneimittels bestätigt wurde, die Produktlizensierung aber noch aussteht.

Phase-IIIb-Studien sind Studien im Rahmen von Phase-III-Studien, die vom Marketing genutzt werden können, um das Arzneimittel nach der Zulassung auf dem Markt weiter zu fördern. Zu den Phase-III-Studien gehören überdies Untersuchungen mit zugelassenen Arzneimitteln bei einer noch nicht zugelassenen Indikation sowie Studien mit bekannten Wirkstoffen in einer neuen Darreichungsform oder neuen Wirkstoffkombination.

Klinische Phase-III-Studien sind unabdingbar, um den Zulassungsantrag für ein neues Arzneimittel bei regulatorischen Behörden einzureichen.

Studiengang Master Psychologie Wien

Phase-IV-Studie Phase-IV-Studien sind therapeutische Anwendungsuntersuchungen, die nach der Zulassung und Markteinführung eines Arzneimittels durchgeführt werden. Phase IV-Studien sind ebenfalls wichtig, um seltene Nebenwirkungen zu detektieren. Die Chance erhöht sich, je mehr Patienten mit dem Medikament behandelt werden.

Prospektive Studie Eine prospektive Studie ist eine vorausschauende Studie zur Prüfung einer These. Das bedeutet, dass das zu prüfende Ereignis — etwa eine Krankheit oder ein Behandlungserfolg — zum Zeitpunkt des Studienbeginns noch nicht vorliegt bzw. Prospektive Studien werden in zwei Studiendesigns durchgeführt: als experimentelle prospektive und beobachtende prospektive Studien.

Das Gegenteil der prospektiven Studie ist die retrospektive Auswertung, bei der bereits vorhandenes Datenmaterial evaluiert wird. Sowohl prospektive als auch retrospektive Studien ermöglichen es, statistische Zusammenhänge zwischen bestimmten Einflüssen zum Beispiel Ernährungsweisen, Lebensgewohnheiten, Umweltgifte, Arzneimittel oder genetische Besonderheiten und gesundheitliche Veränderungen etwa Erkrankung, Symptomlinderung oder Tod zu erkennen.

Pseudorandomisierte Studie Eine pseudorandomisierte Studie wird auch als quasi-randomisierte Studie bezeichnet. Hier werden die Teilnehmer den verschiedenen Studienarmen Kontroll- und Prüfgruppen mit einem Zuweisungsverfahren ohne echten Zufallsmechanismus zugeteilt. Die Zuweisung richtet sich beispielsweise nach dem Geburtsdatum oder der Nummer der Patientenakte gerade vs.

Das macht die pseudorandomisierte Studie anfällig für Bias. Querschnittstudie Die Querschnittstudie auch Cross-sectional Survey ist eine Momentaufnahme zum Befragungszeitpunkt. German language requirements International applicants and German applicants with a foreign university entrance qualification are kindly advised to read the requirements for German-language courses.

A certification from the awarding institute of higher education examination office serves as proof of the above-mentioned academic achievements. The certification should also contain a preliminary average grade calculated on the basis of completed graded academic work. Kathrin Peirleitner: Zum einen hat mich das individuelle Verhalten des Menschen schon lange fasziniert und zum anderen liegt mir viel daran, mehr Bewusstsein für mentale Gesundheit zu schaffen.

Deshalb will ich einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität aller Betroffenen leisten. Und warum an der JKU? Kathrin Peirleitner: Der Schwerpunkt Technologie und Wirtschaft ist in Österreich einzigartig an der JKU. Sei es die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der Produktion, aber auch der Einsatz von modernsten Kommunikationstools im Bereich der Beratung und des Coachings.

Wie haben Sie das Studium in Zeiten von Corona erlebt?