Psychologie moralische diemma entscheidungen

Diskussionstheater[ Bearbeiten Quelltext bearbeiten ] Das Diskussionstheater ist ein alternatives Format zur KMDD. Es bietet einen niedrigschwelligen Einstieg zur Förderung der moralischen Kompetenz. Eine Teilnahme erfordert weder eine besondere Vorbildung noch spezielle Sprachkenntnisse. Ziel des Diskussionstheaters ist es wie bei der KMDD, die Fähigkeit zu üben, Probleme und Konflikte auf der Grundlage von moralischen Prinzipien durch Abwägen und Diskussion zu lösen.

Wie bei einer KMDD beginnt das Diskussionstheater mit einer Dilemmageschichte. Der Aufbau ist in neun Akte strukturiert.

Moralische Kompetenz – Wikipedia

Es gibt kein Drehbuch, keine klassischen Rollen von Zuschauern und Schauspielern, nur Teilnehmer. Das Diskussionstheater definiert Lind als inklusiv, demokratisch und ohne Belehrung. Grundsätzlich lässt sich das Diskussionstheater auch überall dort praktizieren, wo bislang die KMDD veranstaltet wurde. Literatur[ Bearbeiten Quelltext bearbeiten ] Habermas, J. Moralbewusstsein und kommunikatives Handeln.

Moral nach Kohlberg: Wie würdest du dich in einer Dilemma-Situation verhalten?

Frankfurt: Suhrkamp. Hemmerling, K. Morality Behind Bars: An Intervention Study on Fostering Moral Competence of Prisoners as a New Approach to Social Rehabilitation. Peter Lang: Berlin. Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität: Ein Handbuch für die interdisziplinäre Arbeit S. Umfragen ergaben allerdings, dass die beiden Alternativen für die meisten trotz derselben 5-zuAbwägung nicht gleichwertig sind.

Doch woran liegt das? Warum fällt die Vorstellung, den Tod eines Menschen sozusagen als notwendiges Übel in Kauf zu nehmen, leichter als die, ihn als Mittel zum Zweck zu benutzen? Die entscheidende Rolle bei solchen Entscheidungen spielen die Gefühle, werden viele wohl rein intuitiv antworten. Und genau das ist mittlerweile auch durch eine Reihe von Hirnscans belegt, in denen US-Forscher um Joshua Green aus Princeton die Gehirnaktivität von Freiwilligen überwachten, während diese sich verschiedene Situationen vorstellten.

Als wie unangenehm die Probanden Schmerzreize empfanden, wurde dagegen nicht von den moralischen Problemen beeinflusst. Schmerz und Ekel im Gehirn visualisiert Das Forschungsteam entwickelte zusätzlich eine neue Art der Modellierung, um anhand der Aktivitätsmuster im gesamten Gehirn zu unterscheiden, ob es sich um eine Reaktion auf Ekel oder Schmerz handelte.

Kohlberg Stufenmodell

Das Verfahren muss in weiteren Studien validiert werden, kann aber zukünftig auch bei anderen Fragestellungen hilfreich sein. Die Ergebnisse der MRT-Studie bestätigten, dass moralische Dilemmata das Ekelempfinden modulieren, nicht aber das Schmerzempfinden. Daraufhin wurde die Zwischenstufe nachträglich in die Theorie integriert.

In der Übergangszeit zum Erwachsenwerden befinden sich Jugendliche typischerweise in einer Übergangsphase. Um sich vom konventionellen Niveau des Moralbewusstseins zu lösen, ist es wichtig, moralische Normen zu hinterfragen und nicht blind Autoritäten zu folgen. In der Übergangsphase gelingt es dem Menschen noch nicht, die Begründung von Normen auf ein neues, intersubjektives Fundament zu stellen, er ist moralisch orientierungslos.

Menschen dieser Stufe verhalten sich nach ihren persönlichen Ansichten und Emotionen. Im günstigen Fall gelingt ihnen die Entwicklung zur 5. Stufe des Moralbewusstseins, es kann aber auch sein, dass sie in der Übergangsstufe verbleiben oder zur 4. Stufe zurückfallen. Die Zwischenstufe wird als postkonventionell angesehen, obwohl moralische Urteile auf dieser Stufe noch nicht prinzipiengesteuert sind.

Postkonventionelle Ebene[ Bearbeiten Quelltext bearbeiten ] Nur eine Minderheit von Erwachsenen erreicht die postkonventionelle Ebene, meistens erst nach dem Stufe — Die legalistische Orientierung am Sozialvertrag: Moralische Normen werden jetzt hinterfragt und nur noch als verbindlich angesehen, wenn sie gut begründet sind. In der fünften Stufe orientiert sich der Mensch an der Idee eines Gesellschaftsvertrags.

Aus dem Motiv der Gerechtigkeit oder der Nützlichkeit für alle werden bestimmte Normen akzeptiert. Nur etwa ein Viertel aller Menschen erreicht diese Stufe. Hierbei wird die noch diffuse Begründung von Normen der fünften Stufe verlassen. Die Moralbegründung orientiert sich jetzt am Prinzip der zwischenmenschlichen Achtung, dem Vernunftstandpunkt der Moral.