Psychologie mutter hat partner mit kind
Das tötet das Begehren auf beiden Seiten. Frauen, die ihren Männern die Koffer packen, die Flugtickets buchen, ihre Arzttermine vereinbaren oder, im Falle ihrer Absenz, jede Mahlzeit vorbereiten, bauen ihnen so ein Umfeld, in dem sie "die erworbene Hilflosigkeit " so die US-Beziehungstherapeutin Jeanette Block ungestraft ausleben können. Der Frauentypus, der solche Beziehungsmuster lebt, leidet häufig am sogenannten Helfersyndrom, einem Begriff, den der deutsche Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer Mitte der er-Jahre prägte.
Der Samen für ein solches Verhalten wird, wie bei vielen Neurosen, in der Kindheit gesät: Menschen, die schon früh gelernt haben, ihren Selbstwert von der Anerkennung anderer abhängig zu machen und von ihren Eltern nur durch Leistungen wertgeschätzt zu werden, entwickeln dieses Syndrom, indem sie sich für ihr Gegenüber bis zur Selbstaufgabe unentbehrlich machen.
Der Schritt in die Psychopathologie ist dann in manchen Fällen nur ein kleiner: Betroffene suchen sich hilfsbedürftige Partner und hängen oft über Jahre in unglücklichen und vergifteten Beziehungen, weil sie der Meinung sind, nur sie allein wären in der Lage, diesen so hilfsbedürftigen Menschen zu ändern, retten oder "heilen". In der Psychologie wird dieses Phänomen auch als "Co-Abhängigkeit" bezeichnet.
Claudia Wille beobachtet in ihrem Praxisalltag immer wieder, dass "scheinbar starke, erfolgreiche Frauen sich einen Mann mit einer depressiven Persönlichkeit suchen, der auch an einer Suchtproblematik leidet". Ist der Mann beispielsweise Alkoholiker, neigt die Frau dann ebenso zum latenten Alkoholismus. All das liefe natürlich unbewusst ab, denn natürlich befände sie sich "im fixen Glauben, alles Menschenmögliche zu seiner Gesundung zu unternehmen".
In dem Moment, in dem der schwache Partner zur Selbsthilfe schreitet und womöglich auch noch gesund wird, bricht das Konstrukt zusammen. Männer tendieren dann auch dazu, die Zeugen ihrer eigenen Unzulänglichkeit hinter sich zu lassen. Solche Situationen kennt man aus frühen Clint-Eastwood-Western. Dies gelte aufgrund der demografischen Entwicklung nun für heute nicht mehr, fügen die Forscher einschränkend hinzu.
Eine Aussage zur Bindungsfähigkeit von Vätern und ihrer Auswirkung auf die Kinder, trifft die Studie nicht. Dennoch bergen die beiden Langzeitdatensätze für Kamp Dush und ihr Team einen Schatz an Informationen und Untersuchungsmöglichkeiten. Eine Frage war, ob Kinder sich später häufiger die Partner wechseln, wenn sie bei ihren Eltern eine Trennung miterlebt haben. Diese Hypothese bestätigte sich allerdings nicht.
Dies bestätigte ein Vergleich von Halbgeschwistern derselben Mutter. Das eine Geschwisterkind hatte die Trennung der Mutter vom ersten Partner miterlebt, das zweite Kind nicht. Dennoch hatten beide Geschwister später ähnlich viele Partner - unabhängig davon, wie viele Trennungen sie persönlich miterlebt haben und beobachten konnten.
Wenn ich von der Schule nach Hause kam, war ich oft allein. Gemeinsames Mittagessen war die Ausnahme, ein geschmiertes Brot oder eine Tiefkühlpizza die Regel. Das blieb auch, als ich längst erwachsen war ein Thema: Immer wieder gab es Streit, wenn ich meine Eltern besucht habe und nach sechs Stunden Fahrt — von Berlin nach München — niemand zu Hause war, um mich zu empfangen, und der Kühlschrank leer.
Aber warum sollte allein meine Mutter dafür zuständig sein? Und: Warum kränkt mich das so tief? Um dem nachzugehen, besuche ich Sarah Trentzsch in ihrer Praxis in Berlin-Kreuzberg. Die Sozialpsychologin hat sich auf Mutter-Tochter-Beziehungen spezialisiert — dabei ist ihr der feministische Blick wichtig. Können Sie das nachvollziehen? Ich finde, das ist ja auch eine gute Motivation, da noch einmal anders drauf zu gucken.
Wir steigen in das Gespräch ein, haben aber verabredet, dass ich nach den ersten Minuten das Aufnahmegerät abschalte. Darüber hinaus ist es aber schon so, dass ich mit meiner Mutter immer wieder starke Konflikte habe. Das macht das Verstehen schwierig, wenn man gar nicht mehr die Distanz einnimmt und sich eigentlich fragt, wie ist es eigentlich wirklich bei der anderen?
Wie fühlt sie? Wie denkt sie? Wie handelt sie, ohne schon irgendwie in die eigenen Muster, Bilder, Erfahrungen einzusortieren. Dadurch wird die andere Person immer reduziert auf ein kleines Bild. Ich soll also meine Mutter verstehen? Da regt sich sofort Widerstand in mir. Sie soll doch mich sehen. Ich bin ihre Tochter. Das hört komischerweise nie auf", sagt Silia Wiebe.
Sie hat für ihr Buch "Unsere Mütter" mit zahlreichen Frauen gesprochen, die auf ganz unterschiedliche Weise ihre Mütter lieben, aber auch mit ihren Müttern kämpfen. Der Vater starb dann relativ bald, und womit sie nicht gerechnet hatte, ihre Mutter wurde Jahre alt. Ulrike hat sich sehr schwer damit getan, sich von der Mutter zu befreien.
Die Mutter war sehr kritisch und hat ihr das Leben ziemlich schwergemacht, war nicht einverstanden mit der Wahl ihres Mannes. Jede Frau bleibt quasi immer das Kind ihrer Mutter. Warum ist das so? Wir müssen ihre Lebensgeschichte aufrollen. Wir müssen uns damit beschäftigen, wer sie auch noch war - und dann im Gefühl, eine Gleichwertige zu werden", sagt Marianne Krüll.
Genau darum geht es in den Mutter-Tochter-Seminaren von Marianne Krüll: die Mutter auf Augenhöhe zu betrachten. Wer seiner Mutter Vorwürfe macht, bleibt in der Kinderrolle, sagt die Soziologin. Als wir klein waren, als wir abhängig waren von der Mutter, als sie da war, oder eben nicht da war. Grimmig oder gut gelaunt, zärtlich oder zurückweisend.
Dieses frühe Bild der Mutter, das haben wir in uns gespeichert. Ich höre ihre Stimme, wenn ich eine Warnung ausgesprochen fühle. Ich erkenne in einer anderen Person, die mir begegnet, meine Mutter wieder. Dieses Bild, es ist eben das Bild, das ich in mir trage. Es ist mehr als ein Bild, es ist ein Gefühl, ein tiefes Identitätsgefühl, das zu heilen, dass die innere Mutter eben nicht immer nur die Böse ist, die mir Vorwürfe macht, die mich ermahnt, sondern dass sie mir wohlwollend ist.
Darum geht es entscheidend", erklärt Marianne Krüll. Damit die Frauen in Marianne Krülls Seminaren, diese "Mutter in sich " erkennen, bittet die Soziologin die Frauen als Erstes, einen Brief an ihre Mutter zu schreiben. Es seien manchmal entsetzliche Geschichten, die darin erzählt werden. Du warst eben keine richtige Mutter. Das ist oft der Vorwurf.
Du hast mich nie gesehen oder hast mich nicht gewollt. Das ist auch oft ein Thema in dem Brief. Im nächsten Schritt sollen die Frauen, die Geschichte ihrer Mutter in der Ich-Form erzählen. Weil all das, was sie als Vorwürfe formuliert haben oder berichtet haben, das geht nicht mehr. Man kann der Mutter, wenn sie selbst redet, nicht Vorwürfe in den Mund legen, es sind dann keine da.
Also steige auch ich in die Geschichte meiner Mutter ein: Mein Name ist Anna Riedhammer, ich wurde als ältestes von fünf Kindern in der Oberpfalz, in Bayern, geboren. Meine Mutter wollte mich unbedingt. Ich sollte ihre Gefährtin sein, war oft an ihrer Seite und half im Haushalt. Vier Geschwister habe ich, das war eine Menge Arbeit. Sobald ich erwachsen war, ging ich weg, suchte mir einen Freund, verdiente eigenes Geld, wurde Beamtin und dann schwanger, mit Julia, meinem einzigen Kind.
Wir waren ja echt so paritätisch beide in der gleichen Gehaltsstufe auf dem wirklich gleichen Arbeitsplatz. Wir haben dann durchgesetzt, was echt nicht leicht war in der bayerischen Verwaltung, dass wir als Beamte im gehobenen Dienst beide halbtags arbeiten, sprich zweieinhalb Tage. Mittwoch war Tauschtag", erinnert sich meine Mutter Anna.
Jobsharing in den 80er-Jahren. Das war ganz schön fortschrittlich. Erfahrungen, Familientherapien und Statistiken zeigen, dass es auf wenige prägnante Bedingungen ankommt, damit es mit dem Partner trotz der bereits vorhandenen Kinder gutgehen kann.
Beziehungen: Wenn Frauen ihre Partner wie Kinder behandeln
Damit der Haussegen nicht schief hängt und die Liebe zwischen zwei Menschen bestehen bleibt, achte auf folgende Punkte:. Wie so oft liegt des Rätsels Lösung im eigenen Selbstwert. Menschen mit geringem Selbstbewusstsein neigen vermehrt zu Eifersucht und Vergleichen, weshalb es ein wirklich wichtiger Punkt ist, am Selbstwert zu arbeiten! Fakt ist: Du verdankst dem Scheitern der Ex-Beziehung deine neue Liebe und alle Bedingungen haben dazu geführt, dass dein Partner und du einander kennengelernt und euch ineinander verliebt habt.
Zu diesen Bedingungen gehört auch die oder der Ex. Bedenke: Dein Freund wäre nicht der, der er ist, hätte er nicht erlebt, was er erlebt hat. Auch wenn es sich als unmöglich zu erfüllen anfühlt, so ist es ein Schritt in die richtige Richtung, den Ex hochzuhalten und ihm dankbar dafür zu sein, was er aus dem Menschen, den man heute hat, gemacht hat.
Vor den Kindern positiv über den Ex zu sprechen, ist essentiell, da es sich ja um deren Mutter oder Vater handelt. Halte dir immer vor Augen, dass die Kinder sowohl Mutter als auch Vater und damit ein Anrecht auf beide haben. Als Stiefvater oder Stiefmutter ersetzt du keinen Elternteil, sondern bist ein zusätzliches Familienmitglied.
Mit dem Partner im Gespräch zu bleiben, ihn in die eigenen Ängste einbinden und ihn um Hilfe und Unterstützung zu bitten ist genauso hilfreich, wie sich gemeinsam vor Augen zu halten, dass man an einem Strang ziehen möchte, damit die Beziehung funktioniert und hält. Ihr seid ein Team und so solltet ihr auch euren Alltag leben. Dabei ist keiner der Feind des anderen, sondern der Unterstützer.
Auch mit dem Ex deines Partners an einem Strang zu ziehen und sich zum Wohle aller Beteiligten zu einigen, entspannt die Lage nachhaltig. Doch dieser Schritt kann, wenn überhaupt erst erfolgen, nachdem die Fronten der ursprünglichen Paarbeziehung geklärt wurden.
Wie Mütter ihre Töchter prägen
Sehr häufig ist dies ohne professionelle Unterstützung ein steiniger Weg den du auch wenn es dir schwerfällt unbedingt unterstützen solltest. Ungeklärtes aus vorangegangenen Beziehungen wirkt als Hypothek auf das Neue! Habe ich das wirklich nötig? Will ich das wirklich ein Leben lang mitmachen? Das wiederum schwächt eure Partnerschaft und schafft auf Dauer Distanz zu deinem Liebsten.
Vergiss nicht: Liebe ist mehr als nur ein Gefühl — Liebe ist eine Entscheidung! Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich für oder gegen etwas entscheiden muss. Entscheidest du dich für einen bestimmten Mann oder eine bestimmte Frau, dann steh dazu mit allem drum und dran oder lass es. Und zu ihm gehören auch seine Kinder!
Auch wenn Liebe grundsätzlich Grenzen überwindet, sollte man sich der eigenen Grenzen bewusst werden und sich Überforderung eingestehen. Streitigkeiten mit Kindern oder dem Ex können eine Beziehung enorm belasten. Es ist daher wichtig, in diesem Zusammenhang Grenzen zu setzen. Die können zum Beispiel lauten, dass man nicht jede Konversation mit dem Ex des Partners mitverfolgen muss. Trotz der Rolle als Stiefvater oder Stiefmutter ist es erleichternd und bringt Klarheit, den Eltern die Hauptverantwortung für deren Kinder zu überlassen und sich an den richtigen Stellen rauszuhalten.
Zu guter Letzt ist es wichtig, ein gemeinsames Leben und eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Denn wer immer in die Vergangenheit blickt, verliert den Fokus aus den Augen und sieht im Hier und Jetzt nicht klar. Sich mit ehemaligen Partnern oder womöglich sogar das eigene Leben mit dem vergangenen Leben des Partners zu vergleichen, führt nur zu Frustration, Unzufriedenheit und einem Gefühl des Nachteils.
Schreib darum unbedingt deine eigene Geschichte mit deinem Liebsten und richte deinen Blick ganz bewusst nach vorne, wenn du merkst, dass du wieder in alte Fallen tappst! Bei all diesen Schritten, kann dir allein oder euch zusammen ein Coaching gute Dienste leisten, damit euer Familienalltag reibungsloser wird und ihr eine glückliche und leidenschaftliche Liebesbeziehung auf Augenhöhe führen könnt!
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