Erklärung 1.ordnung psychologie
Für soziale Systeme bieten sich diese Kriterien auch unter dem Aspekt an, dass Grenzen für die Identitätsbildung von Systemen grundlegend sind. Im Gegensatz zu dinglichen Systemen entwickeln soziale Systeme ihre Grenzen durch die Bestimmung ihres Sinnes und Zieles und durch die Vereinbarungen über die Regeln und Muster, die für die Zielerreichung und Sinngebung funktional erscheinen.
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Erklärung. Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik
Vielleicht ist es wahr, vielleicht ist es aber auch eine Erfindung: systemische TherapeutInnen wurden gefragt, was denn das Wörtchen "systemisch" zu bedeuten habe. Nicht ganz verschiedene Antworten wurden dem Frager gegeben. Ist das ein Hinweis darauf, dass es eine einheitliche systemische Theorie gar nicht mehr gibt oder dass die systemische Welt ein hohes Entwicklungstempo hat oder?
Kybernetik erster Ordnung Die frühe systemische Theorie sozialer Systeme stellte den Begriff der Homöostase, also das Systemgleichgewicht stark in den Vordergrund. Kybernetik zweiter Ordnung Eine "Kybernetik zweiter Ordnung" gibt es also auch. Abhängigkeiten zwischen Sachverhalten zu erhalten. Als Erklärung erster Ordnung gilt, wenn der bedingende Sachverhalt im Explanans unabhängige Variable den Sachverhalt im Explanandum abhängige Variable erklärt.
Ein System ist ethymologisch das, was zus. Systemisch ist eine Betrachtungsweise, die das Verhalten von Elementen nicht aus ihrem endogenen «So-Sein», sondern aus ihren Beziehungen zu anderen Elementen zu erklären versucht. Insoweit gibt es keine Systeme, sondern Systeme sind Beschreibungen von wahregnommenen und sozial konstruierten Realitätsbereichen durch Beobachter.
Wichtige Beschreibungskonzepte für Systeme sind 1 zirkuläre Kausalität Mitgliedselemente sind füreinander zugleich Ursache und Wirkung ihres Verhaltens , 2 Kommunikation die Differenz von gesendeten und empfangenen Botschaften mit ihren Inhalts- und Beziehungsaspekten und 3 regelhafte Beziehungsmuster sich wiederholende Kommunikationsabläufe, Redundanzen, können von Beobachtern als formal ähnliche Kommunikationsabläufe bei wechselnden Inhalten mit benennbaren Ablaufregeln formuliert werden.
Geschichte : Die Systemische Psychotherapie ist polyzentrisch entstanden, entwickelt durch viele miteinander zugleich kooperierende und konkurrierende «Urväter» und «Urmütter». Andere bezogen sich schon damals auf die klassische Systemtheorie, auch Kybernetik 1. Ordnung genannt Watzlawick, Haley, Minuchin, Selvini. Seit den er-Jahren sind andere interne Nuancen wichtiger, z.
Sichtweisen mit nach Hause geben; zw. Förster : dieser basale systemische Imperativ bedeutet in der Psychotherapie «Hilf, die Denk- und Handlungsspielräume deiner Klienten zu erweitern». Dem entspricht eine stark als «Ideen- und Experimentierwerkstatt» begriffene Praxis. Es gilt, neben dem bestätigenden Verstehen hinreichend viel Neues, Ungewohntes, vielleicht sogar Verstörendes oder Provokatives geschehen zu lassen.
Haltung erfordert zunächst vom Therapeuten viel Neugier auf die eigene Weltsicht der Klienten unter weitgehendem Verzicht, eigene normative Expertenvorstellungen über angemessene psych. Dazu ist eine neutrale Haltung erforderlich, ein bewusstes Nicht-Bewerten und Nicht-Partei-Ergreifen zw. Viele Systemiker bevorzugen allerdings den älteren, von Stierlin geprägten Begriff der Allparteilichkeit bzw.
Ressourcenorientiert ist eine Haltung, nach der Klienten «nichts fehlt», was sie entweder «nachreifen» lassen oder «neu lernen» müssten. Sie geht davon aus, dass die Fähigkeiten zur Problemlösung im Klientensystem bereits vorhanden sind, aber derzeit nicht gefunden oder genutzt werden. Lösungsorientierung bedeutet in ihrer radikalen Variante: «Man braucht das Problem nicht näher zu erkunden, man kann sich gleich an die Konstruktion von Lösungen begeben.
Kontext- und Auftragskonstruktion : Eine genaue Konstruktion und ausführliche Klärung der oft widersprüchlichen Erwartungen der Therapiebeteiligten hilft zu Therapiebeginn bei einer realistischen, angemessen komplexen Therapieplanung. Zu diesen Beteiligten gehören oft auch abwesende Familienmitglieder, ein überweisender Hausarzt, eine zuvor behandelnde Klinik, ein skeptisch im Vorzimmer sitzender Partner.
Fragen als therap. Interventionen : In der Systemischen Psychotherapie sind Fragen wichtige «Träger» und «Erreger» von Informationen. Wichtige Fragetypen sind z. Häufig verwendet werden allg. Schlusskommentare, Schlussinterventionen, Reflektierendes Team : Viele systemische Therapeuten nutzen die Möglichkeit, am Ende der Sitzungen Abschlusskommentare und -interventionen den Klienten mit «auf den Weg zu geben».
Abschlusskommentare beginnen meist mit einer «pos. Konnotation», also einer Anerkennung vorhandener Ressourcen und gezeigter Besserungen oder einer pos. Umdeutung des Problemkreislaufs. Bei veränderungsmotivierten Klientensystemen können Handlungsvorschläge folgen, die zum Experimentieren zw. In der präaktionalen Phase wird die Zielerreichung vorbereitet und geplant.
In der aktionalen Phase wird zielbezogen gehandelt. In der postaktionalen Phase wird das Handlungsergebnis bewertet. Jede Phase geht mit einer spezifischen Bewusstseinslage einher. Unter Volition versteht man, dass ein Ziel auch gewollt werden muss, damit zielbezogene Handlungen initiiert werden. Das Zwei-Prozess-Modell der Handlungsregulation unterscheidet zwischen assimilativen und akkommodativen Prozessen der Diskrepanzreduktion.
Assimilation meint die aktiv handelnde Veränderung des Ist-Zustandes in Richtung Soll-Zustand. Akkommodation meint die Anpassung des Soll-Zustandes an die Möglichkeit des Ist-Zustandes. Assimilation ist funktional, solange die Zielerreichung möglich ist, dysfunktional dagegen, wenn die Zielerreichung blockiert oder unmöglich ist und die Zielbindung aufrechterhalten wird.
Akkommodation ist funktional, wenn die Zielerreichung nicht mehr möglich ist, dysfunktional jedoch dann, wenn sie zu einer zu frühen Zielablösung führt. Sind sowohl Assimilation als auch Akkommodation gleich stark, kann es zu einem Regulationsdilemma kommen. Kapitel Motive Lernziele Erklären können, was wir unter expliziten und impliziten Motiven verstehen Die drei Motivklassen Leistung, Macht und soziales Motiv differenziert beschreiben können Anwendungsbeispiele für die drei Motivklassen finden und erläutern Zusammenfassung Implizite Motive sind dispositional verankerte, emotional eingefärbte Präferenzen, situationsübergreifend auf bestimmte Reize in bestimmter Art und Weise zu reagieren.
Explizite Motive sind sprachlich ausdrückbare Ziele und Werte einer Person. Die Selbstbestimmungstheorie unterscheidet fünf Motivationslagen, nämlich externale Regulation, introjizierte Regulation, identifizierte Regulation, integrierte Regulation und intrinsische Regulation.
Zusammenfassung: Lernen, Motivation und Emotion
Implizite und explizite Motive können kongruent oder inkongruent sein. Die Bedürfnishierarchie von Maslow unterscheidet fünf aufeinander aufbauende Grundbedürfnisse. Grawe nennt vier psychologische Grundbedürfnisse, nämlich das nach Orientierung und Kontrolle, das nach Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung, das Bedürfnis nach Bindung und das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung. Das Leistungsmotiv beschreibt generell das Bedürfnis, seine Leistung an eindeutigen und nachvollziehbaren Standards zu messen und zu verbessern.
Das Machtmotiv beschreibt das Streben, auf andere Einfluss auszuüben und sie in gewünschter Art und Weise zu beeinflussen. Beim Machtmotiv kann zwischen einem personalen und einem sozialen Motiv unterschieden werden. Das soziale Motiv beschreibt unsere sozialen Bedürfnisse, die darin bestehen, Kontakt mit anderen zu suchen bzw. Beim sozialen Motiv wird zwischen dem Anschlussmotiv und dem Intimitätsmotiv unterschieden.
Das Leadership Motive Syndrom beschreibt die Merkmalskombination aus hohem Macht- und Leistungsmotiv und geringem sozialen Motiv. Für implizite und explizite Motive gibt es eigene Methoden zur Messung. III Emotionen Kapitel Was sind Emotionen? Lernziele Angeben können was Emotionen sind und diese gegen andere, verwandte Konzepte abgrenzen können Den Unterschied zwischen diskreten und dimensionalen Emotionsmodellen erläutern können Emotionskomponenten kennen und erläutern können Wissen, wie wir Emotionen regulieren können und wie sie sich über das Leben hinweg entwickeln Zusammenfassung Emotionen sind affektive Gefühle.
Emotionen lassen sich als kurzfristige, unwillkürliche, situative und objektgerichtete affektive Reaktionen definieren, die unser Erleben und Verhalten beeinflussen. Stimmungen sind nicht objektbezogen. Diskrete Emotionsmodelle gehen von einer begrenzten Anzahl an Basisemotionen aus. Dimensionale Emotionsmodelle gehen von einer Einordnung emotionaler Erlebnisse entlang der Dimensionen Erregung und Valenz aus.
Zusammenfassung: Lernen, Motivation und Emotion | Lehrbuch Psychologie
Emotionen lassen sich anhand von fünf Komponenten beschreiben, nämlich Erleben, Ausdruck, Kognitionen, Physiologie und Motivation. Die Erlebenskomponente beschreibt den Umstand, dass sich unterschiedliche Emotionen anders anfühlen. Emotionen beeinflussen unsere Mimik und unser nonverbales Verhalten. Anhand des Facial Action Coding System FACS lassen sich die mimischen Ausdrucksweisen verschiedener Emotionen beschreiben.
Die Facial-Feedback-Hypothese besagt, dass unser emotionales Erleben über ein Wahrnehmungsfeedback hinsichtlich unserer Gesichtsmuskulatur beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt wird. Es gibt keine eins-zu-eins-Entsprechung zwischen physiologischen Prozessen und emotionalem Erleben. Emotionen beeinflussen unsere Informationsverarbeitung.
Emotionen sind auch Folge bestimmter kognitiver Bewertungsprozesse. Emotionen sind Motivatoren. Emotionen gehen mit spezifischen Handlungsbereitschaften einher. Emotionen entwickeln sich über die Lebensspanne hinweg.
Faktor zweiter Ordnung
Die Befundlage zur Häufigkeit und Intensität im emotionalen Erleben im höheren Alter ist nicht eindeutig. Die sozioemotionale Selektivitätstheorie geht davon aus, dass ältere Menschen sich zunehmend solche Bedingungen aussuchen, bei denen die für sie positiven Aspekte überwiegen. Wir regulieren Emotionen auf verschiedene Arten und Weisen, um uns zu schützen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, unsere wahren Emotionen zu verbergen oder aus hedonistischen Gründen.
Die James-Lange-Theorie besagt, dass Emotionen nichts anderes als die Wahrnehmung körperlicher Reaktionen sind. Die Theorie der somatischen Marker geht davon aus, dass wir uns an Körpererfahrungen im Zusammenhang mit Entscheidungen erinnern können, wobei diese Erinnerungen uns dann später als Bauchgefühl zur Verfügung stehen. Als primäre Emotionen Basisemotionen werden angeborene Emotionen bezeichnet.
Sekundäre Emotionen bezeichnen dagegen Emotionen, die sich als Mischung aus primären Emotionen ergeben. Ein eindeutiges physiologisches Reaktionsprofil, mit dem man spezifische Emotionen unterscheiden kann, ist bisher nicht nachgewiesen. Kognitiv-physiologische Theorien sehen Emotionen als das Ergebnis von kultur-sozial bedingten Kategorisierungsprozessen von Rohgefühlen core affects an.