Psychologie befund formulierungen
Hoff P Psychiatrische Diagnose heute — notwendiges Hilfsmittel oder stigmatisierendes Etikett? Schweiz Arch Neurol Psychiatr — Hoff P Do social psychiatry and neurosciences need psychopathology — and if yes, what for? Int Rev Psychiatry — CrossRef PubMed Google Scholar. Hoff P Ist Wahn ein sinnvoller wissenschaftlicher Begriff?
Eine Reflexion über die Psychopathologie in der Psychiatrie des Jahrhunderts Nervenarzt — CrossRef CAS Google Scholar. Huber G Kurt Schneider. In: Schliack H, Hippius H Hrsg Nervenärzte. Huber G, Gross G, Schüttler R Schizophrenie. Verlaufs- und sozialpsychiatrische Langzeituntersuchungen an den bis in Bonn hospitalisierten schizophrenen Kranken.
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Die Schizophrenie. Springer, Berlin, S — Möller HJ Methodische Grundprobleme der Psychiatrie. Mundt C Das Apathiesyndrom der Schizophrenen. Eine psychopathologische und computertomografische Untersuchung. Wahnhaftigkeit Ich-Erleben Wahrnehmungsstörungen z. Halluzination Affekt Antrieb und Psychomotorik Befürchtungen und Zwänge zirkadiane Auffälligkeiten Eigen- oder Fremdgefährdung z.
Selbstverletzendes Verhalten oder Suizidalität neurologischer Status Drogenkonsum. Haug A. Auflage, Springer Verlag Payk, Brüne. Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie, 7. Auflage, Thieme, Stichworte: Anamnese , Befund , Psychischer Befund. Dabei halten sie die Aussagen für wahr, auch wenn die gleiche Lücke jedes Mal mit einem anderen Inhalt gefüllt wird.
Korsakow-Syndrom Paramnesie Verfälschtes Erinnern von Ereignissen oder Erinnern von Ereignissen, die nicht stattgefunden haben Sonderform Wahn-Paramnesie : Die Person erinnert sich an einen Wahn , der nicht stattgefunden hat. Ein inhaltlicher Zusammenhang ist jedoch vorhanden. Schizophrenie Gedankendrängen Die Person fühlt sich dem Druck immer neuer Einfälle und Gedanken ausgeliefert, die sie nicht ordnen oder beherrschen kann Schizophrenie [5] Vorbeireden Die Antwort auf eine Frage geht am Thema vorbei, obwohl die Frage verstanden wurde Schizophrenie Ganser-Syndrom Neologismen Wortneuschöpfungen , die so bisher im Sprachgebrauch nicht vorkommen Schizophrenie.
Siehe auch: Zwangsstörungen , Phobische Störungen und Hypochondrische Störung Zwangsgedanken Zwangshandlungen Zwangsimpulse Phobien Hypochondrie Misstrauen: Ängstliches, feindseliges oder unsicheres Beziehen des Verhaltens anderer Menschen auf die eigene Person. Die Realität bzw. Wahndynamik Beschreibt den Grad der affektiven Beteiligung, den eine Person im Zusammenhang mit dem wahnhaften Erleben zeigt Wahnarbeit Ausgestaltung des Wahns mit Verknüpfungen, Begründungen und Beweisen Wahneinfall Wahnidee Plötzliches Auftreten einer wahnhaften Vorstellung oder einer wahnhaften Überzeugung Wahngedanken Aus Wahnwahrnehmungen oder Wahneinfällen entwickeln sich wahnhafte Überzeugungen Wahnsystem Systematisierter Wahn Durch Wahnarbeit und Herstellen weiterer Verknüpfungen zu anderen Wahnphänomenen entsteht ein Wahnsystem.
Illusionäre Verkennungen Definition : Verfälschte Wahrnehmung und Verkennung der Realität Vorkommen : Bspw. Erklärung Vorkommen Beispiele Akustische Halluzinationen Akoasmen Non-Verbale Halluzinationen , die Geräusche jeder Art sein können Rauschen, Summen, Pfeifen, Zischen, etc. Vor allem bei paranoider Schizophrenie Kommentierende Stimmen Die von einer Person wahrgenommenen Stimmen kommentieren das eigene Handeln Dialogisierende Stimmen Die von einer Person wahrgenommenen Stimmen unterhalten sich miteinander Imperative Stimmen Die von einer Person wahrgenommenen Stimmen fordern zu einer Handlung auf z.
Exsikkose , Delir , insb. Erklärung Vorkommen Beispiele Ich-Störungen auf der Gefühlsebene Derealisation Die Person empfindet die Umwelt als fremd, unvertraut und unwirklich. Sie kann das Gefühl haben, in einer Traumwelt zu sein oder komplett losgelöst von ihrem Körper nur als Geist zu existieren Ich-Störungen mit Fremdbeeinflussungserleben Gedankenentzug Die Person empfindet, dass ihr Gedanken und Vorstellungen von der Umwelt z.
Gestik stimmen nicht überein Paranoide Schizophrenie Hirnorganische Störungen PTBS Gefühl der Gefühlslosigkeit Die Person empfindet keine Gefühle und leidet sehr darunter. Der Antrieb wird in erster Linie am Aktivitätsniveau sowie an der Psychomotorik erkennbar und kann häufig schon aus der Beobachtung der betroffenen Person im Untersuchungsgespräch beurteilt werden.
Antriebsstörung Erklärung Vorkommen Beispiele Antriebsarmut Mangel an Energie, Initiative, Elan und Anteilnahme mit spärlicher spontaner Motorik. Nach einer psychotischen Episode Bei organischen Störungen, z. Endokrine Funktionsstörungen z. Hypothyreose Hirnorganische Schäden Schizophrenie Negativsymptomatik Affektive Störungen z. Die Person will etwas Bestimmtes machen, schafft es aber nicht, bricht ab, fühlt sich blockiert und gebremst, rafft sich wieder auf, etc.
Psychomotorische Störung Erklärung Vorkommen Beispiele Motorische Unruhe Ziellose, gesteigerte und ungerichtete motorische Aktivität, die sich bis zur Tobsucht steigern kann Manie Schizophrenie Stupor Zustand relativer bis hin zu absoluter Reglosigkeit bei wachem Bewusstsein Schizophrenie Malignes neuroleptisches Syndrom Depression Dissoziative Störung Organische Hirnerkrankungen Intoxikationen Metabolische Entgleisungen Parakinesen Abnorme, komplexe Bewegungen in Gestik, Mimik und Sprache Mögliche Symptome Verbigeration : Aneinanderreihung und teilweise endlose Wiederholung von Silben und Wörtern, die zusammengesetzt keinen Sinn ergeben Katatone Symptome , z.
Ursache sind psychische, selten auch organische Beschwerden. Häufig unterliegen psychische Störungen einem Tagesrhythmus. Diese zirkadianen Besonderheiten werden erfasst, indem regelhafte Schwankungen der Befindlichkeit und des Verhaltens einer betroffenen Person in Stunden-Perioden registriert werden z. Morgentief oder Veränderungen des Schlaf -Wach-Rhythmus.
Beim Auftreten der Symptomatik einer psychischen Störung wird unterschieden zwischen Morgens schlechter z. Morgentief bei Depressionen Abends schlechter z. Verlängerung der Einschlaflatenz bei Angsterkrankungen Abends besser z. Zusatzmerkmale nach AMDP [8] Im Verlauf der Jahre wurden einige Zusatzmerkmale aufgrund ihrer klinischen Relevanz zu den sog. Merkmal Erklärung Beschleunigtes Denken Die Person berichtet subjektiv von einem schnelleren Denkablauf Impulsiv Die Person tendiert dazu, unüberlegt und spontan zu handeln Distanzlos Die Person wahrt keine angemessene Distanz zu Anderen Desorganisiert Die Person hat Probleme, mehrschrittige Aufgaben zu planen und umzusetzen, wodurch gesetzte Ziele nicht erreicht werden Wortfindungsstörungen Gängige Wörter fallen der Person nicht mehr ein Gedankenlautwerden Die Person nimmt ihre eigenen Gedanken akustisch und laut wahr Beziehungsideen Die Person fühlt einen besonderen Bezug zu beliebigen Ereignissen aus dem Umfeld Angstanfälle Panikattacken Intensive Angstattacken mit abruptem Beginn, häufig einhergehend mit körperlichen Symptomen bspw.
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Der Erfassung der Ganzheit des psychisch gesunden oder gestörten Menschen könne man sich — dies ist einer der Kerngedanken — nur über die biografisch gewordene Einzigartigkeit des jeweiligen Patienten annähern. Vollständig erreichbar, so Jaspers, sei diese Ganzheit aber mit wissenschaftlichen Mitteln nie.
Kurt Schneider Wie Jaspers so ist auch Kurt Schneider ein wesentlicher Vertreter der deutschsprachigen Psychiatrietradition. Methodenkritik, gedankliche Stringenz und Selbstbeschränkung prägen sein bekanntestes Werk, die Klinische Psychopathologie. Es wurde in einzelnen Beiträgen seit den er-Jahren fortwährend weiterentwickelt und unter diesem Titel erstmalig veröffentlicht; erschien es in der Deutlicher noch als bei Jaspers ging es Kurt Schneider um eine sorgfältig klinisch begründete, möglichst trennscharfe psychopathologische Begrifflichkeit, die zur Richtschnur für den diagnostischen Prozess werden sollte.
Dieses Bemühen um möglichst eindeutige und allgemein akzeptierte diagnostische Kriterien in der Psychiatrie, verbunden mit dem nominaldefinitorischen Verständnis psychiatrischer Diagnosen, machte Kurt Schneider zum wesentlichen Wegbereiter der heutigen operationalisierten psychiatrischen Diagnostik im Sinne von DSM-5 und ICD In jüngster Zeit wurden Anstrengungen unternommen, auch stärker theoretisch befrachtete und ebenfalls nicht unmittelbar zu beobachtende psychopathologische Sachverhalte — etwa Beziehungsaspekte und Abwehrniveau — deskriptiv und operational zu erfassen.
Psychopathologischer Befund: DocCheck Flexikon
Sie stellen einen Ergänzungsversuch im Sinne einer operationalen psychodynamischen Diagnostik OPD dar Schneider et al. Sie bewegt sich notwendigerweise zwischen den Polen des subjektiven Erlebens auf Patienten- und Untersucherseite, des Beziehungsaspektes und der objektivierenden Feststellung von Tatsachen. Deskriptive Erfassung des psychopathologischen Befundes Die hier vorgestellte deskriptive Form der Erfassung des psychopathologischen Befundes lehnt sich an den von der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie AMDP vorgelegten und kürzlich in revidierter Fassung veröffentlichten Vorschlag an AMDP ; Fähndrich und Stieglitz Dieser Bezugsrahmen wurde deswegen gewählt, weil er die kontinentaleuropäische psychopathologische Tradition am umfassendsten widerspiegelt und bei aller Differenziertheit v.
Teilaspekte des psychopathologischen Befundes. Wahn ,. Ich-Störungen ,. Erscheinungsbild und Art der Kontaktaufnahme Durch trennscharfe Kriterien kaum zuverlässig zu erfassen, aber dennoch wichtig, ist die Art der Kontaktaufnahme zwischen Patient und Untersucher zu Beginn der Untersuchungssituation. Dieser Bereich umfasst auch die psychomotorischen Aspekte menschlichen Erlebens und Verhaltens.
Aus diesem Grund und wegen ihrer herausgehobenen Bedeutung für den psychopathologischen Befund werden sie im Folgenden noch vor den üblicherweise an dieser Stelle erörterten Störungen des Bewusstseins und der Orientierung dargestellt. Psychomotorik Der Begriff Psychomotorik zielt auf die Prägung von Bewegungsabläufen und Körperhaltungen durch psychische Vorgänge ab.
Der Sachverhalt als solcher ist allen Individuen gemeinsam. Die konkrete Ausgestaltung hingegen ist oft derart charakteristisch für eine bestimmte Person — ganz unabhängig im Übrigen vom Vorliegen einer psychischen Störung —, dass sie als zeitlich stabiles Erkennungsmerkmal aufgefasst werden kann. Für den Untersucher kommt es nun darauf an, sowohl diejenigen psychomotorischen Merkmale zu erkennen und zu beschreiben, die mit der aktuell vorliegenden psychischen Störung verknüpft sind, als auch diejenigen, die unabhängig davon bestehen.
Wichtige Bereiche sind Mimik, Gestik , Körperhaltung und Sprechweise. Beispiele für psychomotorische Ausdrucksformen Erregung und Hemmung, Hypo- und Hyperkinese sind Pole, zwischen denen sich zahlreiche psychomotorische Auffälligkeiten einordnen lassen, etwa die Agitiertheit , der Erregungszustand , der Stupor. Beim stuporösen Patienten liegt in der Regel keine Bewusstseins-, sondern eine Kommunikationsstörung vor: Es erfolgt keine Reaktion auf Versuche der Kontaktaufnahme, der Gesichtsausdruck ist starr, abwesend, Spontanbewegungen fehlen.
Parakinesen und Stereotypien. Katatone Syndrome unterschiedlicher Ätiologie werden von Störungen der Psychomotorik dominiert. Der Oberbegriff Parakinesen zielt auf ganz unterschiedliche psychopathologische Symptome ab, nämlich auf qualitativ abnorme, meist komplexe Bewegungen, die häufig die Gestik, die Mimik und die Sprechweise betreffen.
Wichtig sind ferner die Verbigeration Wortstereotypien , die in der Regel mit starker Muskeltonuserhöhung einhergehende Katalepsie Haltungsstereotypien und die Flexibilitas cerea wächserne Biegsamkeit. Manieriertheit und Theatralik. Alltägliche Bewegungen und Handlungen, erkennbar an Gestik, Mimik und Sprache, des manierierten Patienten erscheinen dem Untersucher verstiegen, verschroben, unnatürlich, posenhaft und verschnörkelt.
Dieses Symptom überlappt sich z. Hier dominiert das Moment des Drastischen, des Überziehens, nicht aber — im Gegensatz zur Manieriertheit — das des Befremdlichen. Mutismus und Logorrhö. Ausgeprägte Wortkargheit bis hin zu völligem Nichtsprechen wird als Mutismus bezeichnet, ein Symptom, das häufig, aber keineswegs immer in Verbindung mit einem Stupor beobachtet wird. Der logorrhöische Patient hingegen zeigt einen verstärkten Redefluss, wobei sein Denken weder inkohärent noch beschleunigt sein muss.
Bewusstsein und Orientierung Eine allgemein anerkannte Definition des Bewusstseins existiert nicht. Deshalb vermeidet man es in der klinischen Praxis vielfach, Bewusstsein positiv zu definieren und nähert sich dem Begriff von der anderen Seite, nämlich der psychopathologischen Erfahrung mit Störungen des Bewusstseins bei psychischen Erkrankungen.
Als Ausdruck dafür gelten Störungen der Aktivität, der Klarheit und Zielgerichtetheit in der Zuwendung zur Umwelt, der Aufmerksamkeit, der Sinneswahrnehmung im engeren Sinne, der Ansprechbarkeit, thematischen Fixierbarkeit, Reagibilität auf Umweltreize, Orientierung des Denkens, Wollens und Handelns auf personal verankerte und ausgerichtete Ziele.
Zur Erfassung von Bewusstseinsstörungen kann man sich eines quantitativen Bewusstseinsverminderung und dreier qualitativer Merkmale Bewusstseinstrübung, Bewusstseinseinengung, Bewusstseinsverschiebung bedienen. Im neurologischen Bereich wird diese Unterscheidung von quantitativen und qualitativen Störungen des Bewusstseins zumeist nicht praktiziert, sondern Bewusstsein weitgehend mit Vigilanz gleichgesetzt.
Psychopathologischer Befund
Wichtig wird dies v. Bei dieser besteht eine Störung der Wachheit oder Vigilanz , die von der Benommenheit über die Somnolenz und den Sopor bis hin zum Koma reichen kann. Es handelt sich um eine vorwiegend quantitative Veränderung. Sie stellt dagegen eine v. Die Fähigkeit, verschiedene Aspekte der eigenen Person und der Umwelt zu verstehen, sinnvoll miteinander zu verbinden und sich entsprechend mitzuteilen und zu handeln, ist beeinträchtigt.
Einzelne Erlebnisgruppen können scheinbar ohne Beziehung zueinander ablaufen bis hin zum Zerfall des Erlebens. Bewusstseinstrübung wird bei deliranten Bildern, beim seltenen Oneiroid und bei manchen Dämmerzuständen beobachtet. Sie ist durch eine Fokussierung des aktuellen psychischen Feldes auf wenige Themen gekennzeichnet. Bewusstseinseinengung kann therapeutisch induziert werden, etwa beim autogenen Training und in der Hypnose ; beim Gesunden tritt sie auch bei starker Konzentration auf ein bestimmtes Thema auf.
Die Betroffenen wirken meist sehr wach, lebendig, offen, lebhaft. Das emotionale Erleben, sei es positiv oder negativ, wird als besonders intensiv bezeichnet. Derartige Zustände kommen spontan vor oder auch intendiert, etwa bei Meditation und tiefer Hypnose , unter dem Einfluss von Halluzinogenen oder Entaktogenen, z.
Man unterscheidet die Orientierung zur Person, zum aktuellen Aufenthaltsort, Zeitpunkt und zur gegebenen Situation. Aufmerksamkeit und Gedächtnis Auffassungsstörung. Sie beeinträchtigt die Fähigkeit, Wahrnehmungen in ihrer Bedeutung zu begreifen, sinnvoll miteinander zu verbinden und in den gesamten individuellen und sozialen Erfahrungshorizont zu integrieren.
Eine klinische Graduierung des Ausprägungsgrades wird oft unter Zuhilfenahme von Sprichwörtern, Bildgeschichten oder kurzen Erzählungen versucht, die der Patient deuten soll. Damit werden auch eine Reihe anderer psychopathologischer Symptombereiche berührt, etwa Gedächtnis, formales Denken, Affektivität. Hierbei ist die Fähigkeit vermindert, die Aufmerksamkeit ausdauernd einer Tätigkeit oder einem Thema zuzuwenden.
Subtraktionsaufgaben z. Die Prüfung ist unter den wenig standardisierten klinischen Untersuchungsbedingungen natürlich schwieriger und fehleranfälliger als im Rahmen einer umfassenden testpsychologischen Diagnostik. Damit ist die Herabsetzung bis Aufhebung der Fähigkeit gemeint, Inhalte längerfristig länger als etwa 10 min zu speichern und Erlerntes gezielt aus dem Gedächtnis abzurufen.
In der klinischen Situation wird zumeist mit der groben Einteilung in Frisch- und Altgedächtnis gearbeitet; die Neuropsychologie nimmt dagegen weit differenziertere Nuancierungen der Gedächtnisleistungen vor und stellt entsprechende Untersuchungsverfahren bereit. Konfabulationen sind erfundene, aber nicht als Erfindung erkannte, sondern für Erinnerungen gehaltene Berichte des Patienten, mit denen er Erinnerungslücken ausfüllt.
Charakteristisch ist, dass bei mehrmaligem Nachfragen immer wieder andere Inhalte angeboten werden. Entsteht in der Exploration der Eindruck einer Konfabulation, so sollte daher dieselbe Frage mehrfach gestellt werden. Dieser Sammelbegriff umfasst die folgenden Phänomene: Vermeintliches Wiedererkennen bzw.
Ekmnesie als Störung des Zeiterlebens bzw. Hypermnesie als ungewöhnliche, keineswegs immer positiv erlebte Steigerung der Erinnerungsfähigkeit etwa bei exogenen, oft drogeninduzierten Psychosen, aber auch bei schwer psychotischen schizophrenen Patienten. Denken und Sprechen Die v. Obwohl das Verhältnis zwischen Form und Inhalt weitaus komplexer ist, als die genannte einfache Zweiteilung vermuten lässt, ist diese doch für die Praxis der psychopathologischen Befunderhebung gut geeignet.
Hierbei wird das Denken und oft auch das Aussprechen der Gedanken vom Patienten als gebremst oder blockiert erlebt, als liefen diese Vorgänge gegen einen inneren Widerstand ab. Trotz offensichtlicher Bemühung kann der Patient diese Hemmung nicht überwinden. Demgegenüber zeigt der Patient mit Denkverlangsamung zwar auch einen schleppenden, trägen Denkablauf sowie ein entsprechendes Gesprächsverhalten, doch fehlt hier der Eindruck des Ankämpfens gegen einen Widerstand.
Umständliches, weitschweifiges Denken. Der im Denken umständliche, weitschweifige Patient trennt das Wesentliche nicht vom Unwesentlichen, verliert sich in Details, wahrt aber den inhaltlichen Gesamtzusammenhang. Eingeengtes Denken. Auch das Haften an einem bestimmten Thema oder ganz wenigen Themen und die gedankliche Fixierung auf wenige Zielvorstellungen sind hier gemeint.
Verwandt, aber nicht identisch ist die Perseveration , bei der der Patient weniger an komplexen Themen, sondern vielmehr an zuvor gebrauchten Worten oder Angaben haftet, die im aktuellen Zusammenhang nicht mehr sinnvoll sind und die Kommunikation wesentlich beeinträchtigen. Die Gedanken kreisen immer wieder um die gleichen Inhalte, sind nur mit Mühe oder gar nicht für längere Zeit zu unterbrechen, führen daher zu Leidensdruck, werden aber nicht als fremd erlebt.
Dies stellt ein diskriminierendes Merkmal zur Gruppe der Zwangsphänomene dar. Hierbei sieht sich der Patient dem Druck vieler verschiedener Einfälle oder Gedanken ausgesetzt und kann diese Fülle oft kaum noch kontrollieren. Die Gedanken können als sinnvoll oder sinnlos erlebt werden, können sich überstürzen oder wie automatisch ablaufen. Das Denken muss dabei nicht beschleunigt sein.
Die Ideenflucht ist gekennzeichnet von einer Vermehrung von Einfällen, die aber nicht mehr von einer klaren Zielvorstellung geleitet werden. Das Ziel des Denkens kann durch ständig intervenierende Assoziationen oft wechseln oder ganz verloren gehen. Der Ideenflüchtige gerät vom Hundertsten ins Tausendste, führt einen Gedanken oder Satz oft nicht zu Ende. Die Sprache kann sich mitunter vorwiegend an Klangassoziationen orientieren und dabei die inhaltlichen Zusammenhänge völlig aus dem Auge verlieren.
Auch das Denken des Ideenflüchtigen muss nicht beschleunigt sein. Der vorbeiredende Patient geht nicht auf die gestellte Frage ein, bringt etwas inhaltlich Unpassendes vor, obwohl aus seiner Antwort bzw. Ein absichtliches Verweigern oder Verzerren der Antwort ist hier freilich nicht gemeint. Hiervon spricht man, wenn der Patient über den plötzlichen Abbruch eines sonst flüssigen Gedankengangs berichtet oder der Untersucher das abrupte Ende eines bereits begonnenen, gesprochenen Satzes beobachtet, jeweils ohne dass ein erkennbarer Grund vorliegt.
Inkohärenz und Zerfahrenheit. Eine zuverlässige Unterscheidung zwischen Inkohärenz und Zerfahrenheit ist nicht möglich. Bei inkohärenten bzw. Im Extremfall sind sie in einzelne, scheinbar zufällig durcheinander gewürfelte Sätze, Satzgruppen oder Worte fragmentiert Paragrammatismus, Sprachzerfall. Assoziierte, untereinander überlappende und vorwiegend dem Bereich der Denkzerfahrenheit zugeordnete Phänomene sind wobei bei einigen dieser Phänomene die Grenze zwischen formalem und inhaltlichem Denken verwischt wird : die Kontamination Verschmelzung heterogener Sachverhalte ,.
Im Grenzgebiet von formalem und inhaltlichem Denken angesiedelt, bezeichnen sie Wortneubildungen , die der sprachlichen Konvention nicht entsprechen und oft nicht unmittelbar oder gar nicht verständlich sind. Begriffe, die in Subkulturen gebräuchlich, dem Untersucher aber unbekannt sind, sind hier nicht gemeint. Befürchtungen und Zwänge Befürchtungen Der misstrauische Mensch bezieht Wahrnehmungen in oft ängstlicher oder verunsicherter Weise auf die eigene Person und unterstellt anderen eine feindselige Haltung.
Dies ist im jetzigen Zusammenhang aber als Bezeichnung eines psychopathologischen Symptoms und nicht einer Diagnose zu verstehen.