Psychologie enge bindung zu freunden
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Doch eine Bewunderung kann dadurch entstehen, dass der andere auf ehrliche und wohlwollende Weise dagegengehalten hat. So entsteht gegenseitiger Respekt vor dem Mut und der Fähigkeit des anderen, seine Ideen zu verteidigen und sich zu schützen. Im Anschluss an Konflikte können sehr starke und zuverlässige Freundschaften entstehen, denn es gibt keine Heuchelei: Der andere hat sich bereits in seiner Verletzlichkeit gezeigt.
Ist es möglich, ohne Freunde zu leben? Nein, ich denke nicht, dass wir ohne Freundschaft leben können. Kinder schliessen ihre ersten Freundschaften bereits in der Kindertagesstätte. Freundschaften entstehen unter den schrecklichsten Umständen wie im Krieg und auf der Flucht. Es gibt auch wunderbare Freundschaften, die in Altersheimen und in palliativmedizinischen Abteilungen von Spitälern geknüpft werden.
Das menschliche Herz kennt kein Alter, man kann also in jedem Alter Freunde finden. Gibt es Lebensphasen, in denen Freundschaften besonders wichtig sind? Diese Frage habe ich mir bereits gestellt, habe aber noch keine abschliessende Antwort darauf gefunden. Ich denke nicht. Freundschaft ist in allen unseren Lebensphasen wichtig.
Es kann aber sein, dass sie in schwierigen Zeiten einen besonders hohen Stellenwert hat. In Trauer-, oder Krankheitsphasen haben manche Menschen die Freundschaft nötig, sie müssen sich auf jemanden stützen können, um sich mit den Schwierigkeiten nicht allein zu fühlen. Wenn wir verletzlicher sind, merken wir viel stärker, dass Freundschaft für uns essenziell ist.
«Freundschaft ist wie Liebe»
Ich sehe die Freundschaft als ein sehr positives Gefühl. Doch Freundschaften in ihrer konkreten Ausprägung können toxisch, pervers oder destruktiv sein. Dies kann sehr schmerzhaft und schwierig werden. Beispielsweise können zwei morbide Charaktere ihre psychischen Krankheiten über die Freundschaft ausleben.
Was aber am meisten Probleme bereitet, ist die Manipulation. Manche Menschen sind manipulativ, weil sie den anderen ununterbrochen brauchen oder weil sie Frustration nicht aushalten können. Besonders ehrliche, nette und hilfsbereite Menschen sind für sie leichte Beute. Es kann lange dauern, bis derjenige, der den Freund vorspielt, entlarvt wird.
Eine toxische Freundschaft zu beenden, ist schwierig, weil das Opfer eine echte Bindung empfinden kann. Je länger solche Freundschaften andauern, desto schwieriger wird es, sich aus den verhängnisvollen Bindungen zu lösen. Müssen manche Freundschaften zu Ende gehen? Stress beim VortragDiesen Effekt des Oxytocins haben Züricher Wissenschaftler jetzt erstmals auch beim Menschen überzeugend nachgewiesen.
Die Forscher um Markus Heinrichs von der Abteilung für Klinische Psychologie der Universität Zürich setzten männliche Freiwillige einer psychischen Belastung nach dem Muster des "Trier Social Stress Test" aus. Ein Teil der Probanden durfte die Vorbereitungszeit unmittelbar vor dem Test mit dem besten Freund oder der besten Freundin verbringen. Eine zweite Gruppe bekam anstelle der sozialen Unterstützung Oxytocin per Nasenspray verabreicht.
Zudem gaben die behandelten Probanden an, sich ruhiger zu fühlen. Dabei wirkte sich bereits das Oxytocinspray allein positiv aus; die Unterstützung durch Freunde dämpfte den Stress noch stärker.
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Doch nicht nur um die positiven Effekte von Freundschaften zwischen Erwachsenen ging es den Forschern auf der Tagung. Zum Beispiel verhalten sie sich aggressiv oder ziehen sich von anderen Menschen zurück. Je mehr das Vertrauen zu Institutionen, in den Staat, in die Kirche, in die Medien, in Unternehmen usw. Und dieses Bedürfnis fängt die Wahlfamilie ganz gut auf.
Freundschaft vertiefen: Mit 25 Fragen, die uns einander näher bringen
Ulrich Reinhardt Die Gründe, sich für Wahlverwandte zu entscheiden, sind verschieden. Wenn man keine eigene Familie hat, sie zu weit weg wohnt, man das Vertrauen in die Blutsverwandten oder in die Liebe verloren hat, sind zuverlässige, belastbare Freundschaften eine wertvolle Alternative. Ihre Bedeutung hat seit der Jahrtausendwende zugenommen, wie eine Studie der Stiftung Zukunftsfragen zeigt.
Während für 83 Prozent der Befragten die Freunde noch vor dem Partner und der Familie die wichtigsten Bezugspersonen waren, waren es schon 92 Prozent. Wer glücklich alt werden will, muss Freundschaften pflegen Zukunftswissenschaftler Prof. Horst W. Opaschowski interpretiert die Zahlen als einen Wertewandel. Vor dem Hintergrund einer ständig steigenden Lebenserwartung könne es nicht mehr nur um den materiellen Wohlstand gehen, sondern um das soziale Wohlergehen bis ins hohe Alter.
Freunde sind keine Therapeuten. Sie können eine professionelle Therapie nicht ersetzen, auch wenn sie dir zuhören und dir Trost spenden. Freunde sind keine Psychologen Freunde leisten einen enorm wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit, trotzdem ist es nicht ihre Aufgabe, therapeutische Verantwortung zu übernehmen. Sie helfen, Stress abzubauen, Probleme zu relativieren und Einsamkeit zu vermeiden.
Freunde sind zweifellos in jeder Lebenslage wichtig. Sie bereichern unser Dasein und erhöhen sogar unsere Lebenserwartung. Doch es gibt Grenzen. Ihr Rat ist nicht immer gültig Du kannst deinen Freund oder deine Freundin in verschiedensten Bereichen um Rat fragen, doch sie geben dir Ratschläge, die auf ihre eigenen Erfahrungen aufbauen.
Was bei ihnen funktioniert hat, muss für dich nicht unbedingt das Beste sein.