Psychologische gutachterin höxter

Das wurde am Mittwoch im Paderborner Landgericht offenkundig, als die psychiatrische Sachverständige Nahlah Saimeh ihr Gutachten vorstellte. So hätten sie eine kranke Beziehung geführt, in der sie psychische und physische Gewalt gegen die Frauen ausübten, die sie durch Kontaktanzeigen in ihr Haus lockten.

Psychiatrische Gutachten im Prozess um die Morde in Höxter

Durch diese gemeinsame Täterschaft sei eine tragfähige Verbindung zwischen ihnen entstanden, die immerhin 17 Jahre gehalten habe. Weiter schilderte Saimeh, dass Herr und Frau W. Dabei muss das Opfer einem der beiden Täter vertrauen, damit es nicht sofort wegläuft. Diesen Part übernahm der Angeklagte Wilfried W. Gemeinsam mit Angelika W. Diesen Aspekt der Bestrafung habe Angelika W.

Von diesem Vorgehen hätten beide Täter profitiert, somit sei es die perfekte Basis für das Funktionieren ihrer Beziehung gewesen: Frau W. Herr W. Diesen Respekt habe er sich aufgrund seines niedrigen IQs nicht anders verschaffen können als durch Manipulation und die Erzeugung von Angst und Schrecken. Während bei Wilfried W. Mit einem IQ von habe sie eine überdurchschnittliche Intelligenz, gepaart sei diese mit einer völligen Moral- und Gefühllosigkeit.

Ihrer Meinung nach hatten sich die gequälten Frauen die Bestrafungen selbst zuzuschreiben, wie W. Dabei sei es nicht möglich gewesen, ihr begreiflich zu machen, dass die Regeln absurd waren. Frau W. Angelika W. Die beiden Deutschen sollen jahrelang Frauen mit Kontaktanzeigen nach Höxter gelockt und ihre Opfer dann seelisch und körperlich gequält und missbraucht haben.

Zwei Frauen aus Niedersachsen starben an den Folgen. Wegen dieser seelischen und körperlichen Grausamkeiten beantragte Meyer noch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Zusätzlich beantragten sie für Wilfried die Einweisung in eine Psychiatrie. Genau diese Einweisung hatte auch eine Gutachterin dem Gericht empfohlen.

Allerdings war die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh vor Wochen noch weitergegangen: Sie bescheinigte dem Angeklagten die juristische Einordnung, schwachsinnig zu sein und hält ihn daher für vermindert schuldfähig.

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Hier zog Oberstaatsanwalt Meyer allerdings nicht mit. Der Satz fiel, als die bereits körperlich schwer angeschlagene Anika W. Die Mitangeklagte Angelika W. Hilfe holten sie dennoch nicht. Roland Weber, Anwalt der Mutter der getöteten Anika W. Er erinnerte an die vielen Grausamkeiten, die die Frauen in dem Haus erleiden mussten. Allein für die Tochter seiner Mandantin hatte die Angeklagte Angelika W.

Weber zählte weitere schockierende Details auf. Er wollte in Absprache mit seiner Mandantin bewusst daran erinnern, welches Leid Anika durchlebt hatte. Der Oberstaatsanwalt hatte in seinem Plädoyer mit Rücksicht auf die Nebenkläger darauf verzichtet. Weber erklärte in seinem Plädoyer nochmals das System Bosseborn, das ihm aus dem Rotlichtmilieu bekannt sei.

Dann wird die Gewalt und die Demütigung noch brutaler", sagte Weber. Bei der Prostitution geht es vor allem um Geld. Der Angeklagte Wilfried W. Bild: dpa. Ihrem Gutachten zufolge wirkt der Hauptangeklagte völlig anders, als er tatsächlich ist. Sie wollte damit herausfinden, ob W. Immer wieder kommt Saimeh, die am Dienstag im Landgericht Paderborn ihr Gutachten über W.

Nur drei Prozent der Menschen hätten, so Saimeh, einen IQ, der niedriger als 70 und somit weit unterdurchschnittlich ist. Daraus folgten bei W. Im Falle der beiden Frauen, die W. Vielmehr fehle ihm jegliche Fähigkeit zum Sadismus, weil er aufgrund seiner intellektuellen Schlichtheit gar nicht wahrnehmen könne, wie es anderen Menschen gehe, und er sich insofern auch nicht an ihrem Leid berauschen könne.

Zudem habe vor Gericht nie eine andere Sexualpartnerin W. Und Angelika W. Man sehe ihm seine Unreife und niedrige Intelligenz nicht an. Aber im Gespräch während der Begutachtung sei beides sehr rasch offensichtlich geworden. So habe W. Das Grauen hinter den Konzentrationslagern blieb für W. Mitleid mit den Opfern des Paares habe sie hingegen nicht gehabt.

Die Frauen hätten sich die Bestrafungen selbst zuzuschreiben gehabt, weil sie nicht den Regeln gefolgt wären. Die Kombination aus Wilfrieds Einfältigkeit und Angelikas Mitleidlosigkeit sei ein entscheidender Punkt dafür, warum es zu den Folterungen in Bosseborn kommen konnte. Saimeh spricht vom Prinzip des »Gaslightings«. Dies wird laut Wikipedia in der Psychologie als eine Form von psychischer Gewalt bzw.

Missbrauch bezeichnet, mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert und zutiefst verunsichert werden und ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert bzw. Auch die endlosen Diskussionen im Haushalt seien Teil dieses Prinzips. Ziel ist es, dass Opfer mürbe zu machen. Die zahlreichen Audio- und Videodateien, die in Bosseborn aufgenommen wurden, seien Lehrbuchbeispiele für das Gaslighting.

Es sei die Basis für die Beziehung der Beiden gewesen. Aber: »Herr W. Sie habe seine Methoden perfektioniert. Hart zu sein, stark zu sein, stärker als die Belastung - dies bestärke Angelika W. Saimeh beschreibt die Beziehung der Angeklagten als hochgestört und als »destruktiven Mahlstrom«, in den sowohl Autos, Tiere und eben auch Menschen gerieten. Sobald diese nicht taugten oder funktionierten hätten sie weg gemusst.

Das habe ihr ein Gefühl von Überlegenheit gegeben. Sie habe schnell die Regeln verstanden, die im Umgang mit ihrem Ex-Mann galten, und dann die Zügel an sich gerissen und »ihn quasi auf der Standspur überholt«, schildert Saimeh.

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Möglicherweise auch, um sich selbst zu schützen. Wilfried W. Auch wenn er selbst die Opfer nicht gefoltert oder bestraft habe und sich deshalb als nicht schuldig sehe. Sie stehe zu ihren Taten. Körperverletzung mit Todesfolge wäre für sie hingegen nachvollziehbar. Dass diese Scherze die Mutter Anika Ws, die in Paderborn als Nebenklägerin auftritt, schmerzen, könne die Angeklagte nicht reflektieren.

Leid tue ihr lediglich, dass die Mutter keinen Ort habe, um um ihre Tochter zu trauern. In ihrer Exploration hat Saimeh keine Einschränkungen festgestellt. Sie habe eine Tendenz zur Selbstbezogenheit und moralischen Indifferenz. Sie besitze eine deutliche Neigung zu Zynismus. Überdurchschnittliche Werte habe sie allerdings auch im Bereich der Unterwürfigkeit erzielt, weshalb sie und Wilfried W.

Insofern zeige das Profil »deutliche Auffälligkeiten« und einen Mangel an Empathie. Saimeh hat Angelika W.