Liebe psychologisch erklärt
Ebenso können die kontemplative Liebe zum Beispiel zur Natur , die aktive sorgende Liebe um den Nächsten Karitas , die religiöse bzw.
Gefährliche Liebe: 10 Fakten aus der Psychologie, die gegen Beziehungen sprechen
Dies bezeichnet die innere Haltung gegenüber der geliebten Person, um ihrer selbst willen zu handeln und durch das eigene Verhalten deren Wohlergehen und Glück zu befördern. Beruht die Liebe auf Gegenseitigkeit, drückt der Mensch sie durch Zärtlichkeiten, insbesondere Küssen und Berührungen wie das Händchenhalten aus. Die körperliche Vereinigung kann dabei als intimste Ausdrucksform der Liebe dienen.
Verbale Ausdrucksformen sind in erster Linie Bezeichnungen der oder des Geliebten, meistens in Form von Komplimenten und Koseworten bzw. Auch Rituale wie die Verlobung oder Symbole wie der Verlobungsring gehören hierzu. Für Evangelia Tsiavou enthält die höfische Liebe unter Bezugnahme auf Niklas Luhmann eine stark masochistische Komponente. Die Kombination der Herzform und ihrer Verwendung innerhalb der Herzmetapher entwickelte sich am Ende des Mittelalters , obwohl die Form in vielen epigraphischen Denkmälern und Texten bereits in der Antike verwendet wurde.
Mit möglichen frühen Beispielen oder direkten Vorgängern im Jahrhundert entwickelte sich im Jahrhundert das bekannte Symbol des Herzens, das die Liebe darstellt, und wurde in Europa im Laufe des Jahrhunderts populär. Seit dem Die Gestaltung und die damit verbundenen Bräuche stammen aus dem gleichnamigen irischen Fischerdorf in Galway. Der Ring, wie heute bekannt, wurde erstmals im Jahrhundert hergestellt.
Der Legende von Claddagh nach fischte ein junger Mann namens Richard mit anderen Männern aus seiner Familie auf See, als sie von Piraten gefangen und als Sklaven nach Afrika gebracht wurden. Jahre vergingen, viele der irischen Fischer starben und Richard war unglücklich, weil er nur zu seiner Geliebten zurückkehren wollte, die in Irland war. Um seinen Geist aufrechtzuerhalten und die Hoffnung in seinem Herzen zu erhalten, stahl Richard jeden Tag einen winzigen Fleck Gold von seinen Sklavenmeistern in der Goldschmiede, wo er die Feuer pflegte.
Jahre vergingen, und mit seinen kleinen Goldstücken konnte er endlich einen Ring anfertigen. Es war seine Hoffnung, dass er trotz allem, was fast unmöglich schien, in sein Dorf zurückkehren und den Ring seiner wahren Liebe schenken würde. Amor ist eines der berühmtesten Liebessymbole. Er wird oft dargestellt als neckisches, geflügeltes Kind mit Pfeil und Bogen. Die Pfeile bedeuten Wünsche und Emotionen der Liebe, und Amor zielt diese Pfeile auf Götter und Menschen, wodurch sie sich tief verlieben.
Amor hat immer eine Rolle bei den Feierlichkeiten der Liebe und der Liebenden gespielt. Im alten Griechenland war er bekannt als Eros , der junge Sohn der Aphrodite , der Göttin der Liebe und Schönheit.
Die Liebe: Psychologie eines Phänomens – Wikipedia
Die alten Griechen behandelten die Rose als heiliges Wahrzeichen der Schönheit der Aphrodite. Nach einer alten Legende wuchs die rote Rose aus dem Blut des Gottes Adonis. Die Rose wird auch mit römischen Gottheiten wie Hekate und Bacchus sowie den Drei Grazien in Verbindung gebracht. Schwäne haben viele verschiedene Bedeutungen in Mythos und Folklore.
Sie symbolisieren neben Freiheit, Gemeinschaft und Loyalität insbesondere monogame Liebe und Treue. Der Schwan ist ein weiteres Symbol der Jungfrau Maria und steht für ihre Reinheit und Liebe. Nach englischer und keltischer Tradition ist der Schwan ein mächtiges und uraltes Krafttier. Hier wird der Schwan mit Göttinnen des Heilwassers in Verbindung gebracht.
In der antiken Welt war die Sexualmoral von keinerlei religiösen Tabus berührt. Das gilt auch für die gleichgeschlechtliche Liebe, für die die Lebensverhältnisse der griechischen Kriegergesellschaft begünstigende Rahmenbedingungen bot. In dieser männerzentrierten Gesellschaft war der Umgang mit weiblichen Mitgliedern der eigenen Gesellschaftsschicht auf ein Minimum beschränkt, während der freie sexuelle Verkehr mit Sklavinnen von Gefühlen weitgehend frei war.
Erst im Hellenismus entstehen heterosexuelle Ehenormen, die sich z. Für das frühe Rom als Ackerbaugesellschaft erschienen die wichtigen Fruchtbarkeitskulte immer durch orgiastische Ausschweifungen gefährdet. Jede Form starker emotionaler Zuneigung erschien problematisch für die Erhaltung der virtus , der männlichen Tugend, und stellte die Einhaltung der staatsbürgerlichen Pflichten in Frage.
Die Liebe spielte also eine untergeordnete Rolle; die Rolle der ehelichen Sexualität hingegen war auf die Zeugung legaler Erben festgelegt. Die Ehe wurde zum Rechtsgeschäft. In der christlich geprägten Spätantike eröffnete die zunehmende Sexualunterdrückung den Weg zu neuen Formen sublimierter Erotik, z. Die christliche Forderung nach dem Vorrang der Gottesliebe z.
Unter dem Einfluss des Christentums entwickelte sich die Ehe bis zum Jahrhundert zur religiösen Institution. Für das vom Christentum geprägte frühe Mittelalter waren Körperfeindlichkeit und die Eindämmung der Geschlechtlichkeit des Menschen geradezu kulturbestimmend. Jahrhundert kam es zur Ausbildung emotionaler Formen, die der Liebe im antiken und heutigen Sinn nahekommen.
Noch im England des Jahrhunderts konnten Frauen wie Sachen gekauft werden. Vor dem Jahrhundert hat sich tatsächlich kein Text erhalten, den man zur Liebeslyrik zählen könnte. Erst die hochmittelalterliche Mystik mit ihrer Idee der liebenden Gottesbegegnung und der Christusliebe so bei Hugo von St. Viktor und Richard von St. Viktor bereitete auch den Weg für die irdische Liebe. Dies spiegelte sich in der Wiederentdeckung antiker Stoffe von Liebespaaren und in ersten Liebesromanen, z.
Die Tendenz der Wiederentdeckung der Liebe betraf zunächst jedoch nur die Oberschichten. Mit der Renaissance weitete sich der Diskurs über die Liebe aus; gleichzeitig wurde die sinnliche Liebe wieder in ihr Recht eingesetzt. Die geistlich verordnete Enthaltsamkeit mit Askese, Zölibat und Virginität wurde zurückgedrängt.
Die Reformation brachte in Deutschland geradezu eine Sexualrevolution hervor. Luther bezog die Geschlechtlichkeit des Menschen mit in den Schöpfungsglauben ein. Er sah in der Liebe eine Naturmacht, nicht etwas, das im Belieben des Menschen steht. Die Liebe bestehe nicht mehr aus der reinen Hingabe, sondern im Lustgewinn am Anderen.
Eine Folge dieser Auffassung der Liebe als Selbstzweck war die Ausbreitung der freien Liebe neben der gebundenen. In gehobenen Schichten wurde der vor- und zwischeneheliche Geschlechtsverkehr üblich. Jahrhundert nahm auch die Prostitution zu. Dementsprechend wird angenommen, dass Eifersucht bei Männern und Frauen durch unterschiedliche Merkmale aktiviert wird.
Tatsächlich berichten Männer über mehr Eifersucht bei der Konfrontation mit dominanten, mächtigen Rivalen, während Frauen bei der Begegnung mit hoch attraktiven Rivalinnen besonders eifersüchtig reagieren. Über verschiedene Kulturen, Bevölkerungsschichten und historische Epochen lässt sich im Vergleich feststellen, dass unterschiedliche Modelle der Liebe vorherrschen.
In westlichen Ländern trat in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts eine zunehmende Betonung der romantischen Zuneigung beziehungsweise des romantischen Ideals als Voraussetzung für die Bildung einer Partnerschaft auf. Romantische Liebe wurde zu einem Hauptkriterium für die Auswahl einer Partnerin oder eines Partners. In den Nachkriegsjahrzehnten galt dieses Bild der "Normalfamilie" als verbindliches Leitbild der Familie.
Warum verlieben wir uns?: SWR Wissen
Allerdings kam es zur faktischen Infragestellung dieses Bildes. Indikatoren dafür waren die steigenden Scheidungsraten und der Geburtenrückgang. Das zeigt, dass das Verständnis von Partnerschaft und Familie ohne die kulturelle Perspektive nicht vollständig ist. Darüber hinaus gilt: Kulturelle und biologische Faktoren stehen miteinander in Wechselwirkung.
Die natürliche Selektion begrenzt die Vielfalt der kulturellen Variationen. Kultur und genetische Ausstattung stellen zwei grundlegende Perspektiven dar, die eine Vielzahl von Phänomenen der Partnerschaft erklären können. Im Einzelnen muss aber geklärt werden, ob Kultur oder Gene oder beide die entscheidenden Determinanten sind.
Das lässt sich an unterschiedlichen Mustern der Liebe, die als Liebesstile bezeichnet werden, verdeutlichen. Liebesstile lassen sich als Einstellungen zum Partner oder zur Partnerin auffassen, die durch persönliche Vorstellungen und kulturelle Vorgaben bestimmt werden. Demgegenüber sind sie nur in geringem Umfang durch genetische Faktoren bestimmt, wie Zwillingsstudien zeigen.
Die Klassifikation der Liebesstile beruht auf der begrifflichen Differenzierung unterschiedlicher Formen der Liebe. Insgesamt werden sechs Formen der Liebe unterschieden, die in einer gegebenen Partnerschaft relativ stabil über mehrere Jahre ausgeprägt sind. Romantische Liebe beinhaltet folgende typische Merkmale: Die Partner fühlen sich körperlich angezogen, erleben Liebe auf den ersten Blick, sind physiologisch erregt und entwickeln schnell die Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen, sich ineinander hineinzuversetzen und für sich persönlich jeweils emotionalen Gewinn zu ziehen.
Beispielaussage: "Mein Partner und ich erleben die gleiche sexuelle Wellenlänge. Spielerische Liebe beruht auf der Idee von sexueller Freiheit. Das Ziel besteht in der Verwirklichung von sexuellen Wünschen im Hier und Jetzt. Täuschung, Manipulation und Versteckspiel gehören dazu. Die Anbahnung zusätzlicher Beziehungen neben der mit einem festen Partner wird durch die Welt des Internets erleichtert.
Beispielaussage: "Manchmal muss ich verhindern, dass zwei meiner Partner etwas übereinander herausfinden. All diese Reize aktivieren das sogenannte Belohnungssystem, das sich etwa in der Mitte des Gehirns befindet. Von Anton Benz Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4. Ein Liebesbrief auf Büttenpapier oder doch das Herz-Emoji?
Wie wir unsere Liebe mitteilen, ist auch immer ein Spiegel der jeweiligen Zeit und Gesellschaft. In der Antike wurden Ehen meist arrangiert. Sex und Leidenschaft fanden zumindest Männer jenseits der Familie. Gab es also schon Romantik, wie wir sie am Valentinstag inszenieren? Dabei klafften Liebesideal und Realität im Mittelalter weit auseinander.
Wie kam es zum Siegeszug der Romantik? Die er stellen Kleinfamilie und Ehe gehörig infrage. Heute gibt es die Ehe für alle, Polyamorie und Co-Parenting. Wieso hat sich die romantische Liebe so drastisch verändert? Frauen suchen Status, Männer jugendliche Schönheit. So simpel funktioniert das Dating damals wie heute.
Für eine dauerhafte Liebesbeziehung aber ist die Ähnlichkeit des Paares entscheidend. Lange bevor der Mensch etwas bemerkt, verziehen sich Katzen unters Sofa, wenn ein Gewitter im Anmarsch ist. Dieser angebliche sechste Sinn bei Tieren ist aber nur ein Mythos, der sich schon Jahrtausende hält. Von Lilly Zerbst Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.
Die hohe Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus bringen die Leistung, die E-Bikes oder Notebooks brauchen. Aber die Brandgefahr ist ein Problem. Wenn man auf eine Europakarte guckt, sieht man sofort: Von der Nordsee gibt es vor allem nördlich von Schottland eine sehr breite Öffnung zum Atlantik. Belohnungen und Kosten sollten von beiden als ausbalanciert empfunden werden, sonst nimmt die Unzufriedenheit zu.
Allerdings sagt diese Theorie nur etwas zur Zufriedenheit aus, nicht zur Stabilität der Beziehung. Zudem zeigten neuere Forschungsarbeiten, dass nicht das Verhältnis von Kosten und Belohnungen für die Zufriedenheit ausschlaggebend ist, sondern eher ein absolutes Niveau. Dass das Überwiegen von Belohnungen gegenüber den Kosten noch kein Garant für die Stabilität einer Beziehung darstellt, nahmen Kelley und Thibaut bereits in den späten er Jahren an.
Ihrer Meinung nach spielen auch Erwartungen an die Beziehung und die Aussicht auf Alternativen eine entscheidende Rolle für die Stabilität einer Partnerschaft. Wenn wir eine Beziehung mit einem neuen Partner eingehen, so bringen wir bestimmte Erwartungen an diesen und auch an die Beziehung an sich ein. Kaum jemand geht völlig ohne Erwartungen in eine Beziehung.
Selbst wenn wir in der Vergangenheit noch keine Partnerschaft mit einer anderen Person hatten, haben wir eine bestimmte Vorstellung von Beziehungen. Sei es durch die Beziehung unserer Eltern zueinander, welche wir als Leitbild von klein auf verinnerlicht haben oder ein medial vermitteltes Bild, welches wir durch Filme in unsere Erwartungen integriert haben.
Zudem ist auch das Vorhandensein von Alternativen entscheidend. Sind wir in einer zufriedenstellenden Beziehung, können wir diese dennoch verlassen, wenn wir einen scheinbar besser geeigneten Partner finden. Umgekehrt verbleiben wir allerdings auch in Beziehungen, welche weniger zufriedenstellend sind. Diese Tatsache ist eine mögliche Erklärung dafür, warum manche Personen sogar bei Partnern bleiben, die sie misshandeln.
Interviews mit Frauen aus solchen Beziehungen zeigten, dass bei ihnen häufig eine Kombination aus hohen Investitionen uns einer geringen Chance auf Alternativen vorlag. Dem Investitionsmodell nach beeinflussen die Aspekte Zufriedenheit, Qualität der Alternativen und Investitionen die Festlegung auf eine Beziehung und somit auch deren Stabilität. So führt beispielsweise eine hohe Zufriedenheit zusammen mit hohen Investitionen und einer geringen Qualität für Alternativen zu einer stärkeren Festlegung auf die Beziehung.
Festlegung meint in dem Fall die Ansicht, die bestehende Beziehung aufrecht zu erhalten und sich ebenfalls psychisch an den Partner zu binden. Gleichzeitig gilt, dass die Kosten einer Trennung mit der Höhe der getätigten Investitionen steigen. Was mit Investitionen und Kosten gemeint ist, kannst du die anhand des folgenden Beispiels vielleicht besser vorstellen:.
Das Paar A ist erst seit einigen Monaten zusammen. Sie haben keine gemeinsame Wohnung, sondern übernachten abwechselnd bei dem jeweils anderen. Auch pflegt jeder seinen eigenen Freundeskreis und ist durch einen gut bezahlten Job finanziell nicht auf den anderen angewiesen. Hier wurden bisher kaum Investitionen getätigt.
Würde es bei diesem Paar nun zur Trennung kommen, wären die Kosten dementsprechend nicht sonderlich hoch. Paar B hingegen ist mittlerweile seit 14 Jahren verheiratet und hat drei Kinder. Die Frau ist aufgrund der Kindererziehung seit Jahren nicht mehr berufstätig und der Mann ist Alleinverdiener. Sie ist finanziell von ihm abhängig und gleichzeitig bewohnen sie ein Haus, welches sie noch nicht vollständig abzahlen konnten.
Würde diese Beziehung in die Brüche gehen, würde nicht nur das soziale Umfeld sich für die Partner ändern, sondern auch die hohen Investitionen in diese Beziehung Kinder, berufliche Auszeiten, Hauskauf würden erhebliche Kosten nach sich ziehen. Diese hohen Investitionen sind ein Punkt, warum die misshandelten Frauen aus den Interviews dennoch in ihren Beziehungen verweilen. Häufig kommt ihre eigene prekäre finanzielle Lage noch hinzu, so dass sie sich auch keine Alternativen zur jetzigen Situation vorstellen können.
So kann beispielsweise die eigene Arbeitslosigkeit oder die Angst davor, den Kindern eine intakte Familie durch eine Trennung vorzuenthalten, zum Verbleib in der gewalttätigen Beziehung führen. Um nun allerdings nicht mit diesem negativen Beispiel zu enden, wollen wir noch einen Blick auf die Strategien lenken, die zu einer positiven Beziehung beitragen.
Den Aspekt der Festlegung haben wir bereits angesprochen. Falls die Partner jeden Tag aufs Neue die Entscheidung treffen, an der Beziehung festzuhalten, kommt es zu weniger Streit, zu schnellerem Verzeihen und zu Harmonie. Denn unwichtige persönliche Belange lassen sich dieser Entscheidung unterordnen. Doch da diese Festlegung auch zum Verharren in einer negativen Beziehung führen kann, schauen wir uns auch noch weitere Gedankenmuster und Verhaltensweisen an, die eine positive Partnerschaft fördern.
Streitigkeiten in Beziehungen sind unvermeidlich und auch nicht immer von Nachteil. Denn Konflikte bieten auch gleichzeitig die Möglichkeit, eine Sache aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und das wiederum kann einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten.